Keynote: Gesellschaftliche Entwicklung
The Return of the Future and the Last Man: Politics of Demographic Imagination
In the wake of the Cold war Francis Fukuyama portrayed the “last man” as free but devoid of ambitions, polite but unheroic, somebody castrated by the satisfaction of his desires but a very agreeable fellow. He is married to democracy, but we suspect no more in love with it. The “last man” of this talk is a different one. He has arrived when history has returned. He is anxious and mistrustful. He is overtaken by demographic anxiety. He thinks he lives in the dregs of time. He tends to believe that the next elections should be the last elections.
Why is he so terrified? And where does he come from? And what can we expect from him? And how will he change our idea of democracy?
Ivan Krastev
Ivan Krastev is the chairman of the Centre for Liberal Strategies and Albert Hirschman Permanent Fellow at the Institute for Human Sciences, IWM Vienna. He is a founding board member of the European Council on Foreign Relations, a member of the Board of Trustees of The International Crisis Group and member of the Board of Directors of GLOBSEC. He is a Financial Times contributing editor and the author of „Is it Tomorrow, Yet? How the Pandemic Changes Europe“ (Allen Lane/Penguin, 2020); The Light that Failed: A Reckoning (Allen Lane/Penguin, 2019), co-authored with Stephen Holmes – won the 30th Annual Lionel Gelber Prize; “After Europe” (UPenn Press, 2017); “Democracy Disrupted. The Global Politics on Protest” (UPenn Press, 2014) and “In Mistrust We Trust: Can Democracy Survive When We Don’t Trust Our Leaders?” (TED Books, 2013).
Keynote: Wirtschaftliche Entwicklung
Welt im Umbruch: Herausforderungen für die Wirtschaft und Gesellschaft
Die Energiekrise, demografische Entwicklungen und geopolitische Spannungen sind Themen, die die österreichische, europäische und Weltwirtschaft prägen. Insbesondere die Alterung der Gesellschaft löst volkswirtschaftliche Effekte aus, die den Standort Österreich und Europa schwächen könnten. Hinzu kommen Herausforderungen durch geopolitische Polarisierung und Handelskriege. Wie können wir diese Entwicklungen in Chancen verwandeln und was ist dafür nötig?
Monika Köppl-Turyna
Prof. Dr. Monika Köppl-Turyna ist Direktorin von EcoAustria. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Öffentliche Finanzen, Verteilungsfragen, Arbeitsmarkt und Fragen der politischen Ökonomie. Die 41-jährige Ökonomin promovierte 2011 an der Universität Wien und war von 2011 bis 2015 Assistenzprofessorin am Lisbon University Institute. Anschließend war sie bei Agenda Austria als Senior Economist tätig und wurde Fellow der Global Labour Organisation. Darüber hinaus ist sie Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Rudolf Sallinger Fonds, des Vorstands der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik, des Vorstands der Deutschen Handelskammer in Österreich und der gemeinnützigen Stiftung Unternehmerische Zukunft, des Stiftungsrats der Erste Bank Stiftung und des Scientific Advisory Boards vom European Forum Alpbach. Seit Anfang 2026 ist sie auch Mitglied im Forschungsrat Steiermark. Köppl-Turyna habilitierte sich im Sommer 2020 an der Johannes Kepler Universität Linz. Seit September 2023 lehrt sie zudem als Professorin an der Seeburg Universität in Seekirchen und seit April 2024 an der Universität Warschau. Im aktuellen Ökonomen-Ranking 2021 von Presse/FAZ/NZZ belegt sie Rang 5 der einflussreichsten ÖkonomInnen in Österreich.
Keynote: Selbstführung
Wenn der nächste Schritt zählt – Was mich die hohen Berge über Selbstführung lehrten
Gerlinde Kaltenbrunner berichtet von ihren spannendsten Erlebnissen an den Achttausendern. Mit exemplarischen Ausschnitten einiger Expeditionen spricht sie auf sehr persönliche Weise von ihren Erfahrungen. Sie erleben hautnah mit, wie herausfordernd, beschwerlich und dennoch wunderschön der lange Weg zu diesen faszinierenden Giganten war. Zudem auch wie sie sich trotz Rückschlägen immer wieder aufs Neue motiviert. Dabei wird sie aufzeigen, was die Berge in den zwei Jahrzehnten in ihr bewirkt haben. Es geht um die Entwicklung ihrer Werte, wie z.B. Willensstärke und Disziplin, Vertrauen und Geduld, sowie Intuition und Begeisterungsfähigkeit In der langjährigen, wiederkehrenden Begegnung mit der großartigen Natur des Himalaya und Karakorums kristallisierten sich diese Werte zu ihren Lebensinhalten, die in der konsequenten Umsetzung zum Erfolg geführt haben. So wurden die höchsten Berge dieser Welt zu ihren Lehrmeistern. Es erwartet Sie ein abwechslungsreicher Multivisions-Vortrag, der sie mit spannenden Bildern und Videosequenzen in die Welt der höchsten Berge entführt.
Gerlinde Kaltenbrunner
Gerlinde Kaltenbrunner, Profibergsteigerin aus Passion, ist wann immer es die Zeit zulässt beim Sportklettern, unterwegs in den Alpen oder beim Expeditionsbergsteigen. Zunächst diplomierte Krankenschwester, entschied sie sich, nach einer Zwischenstation im Sportbekleidungsvertrieb, zur unsicheren Karriere als Berufsbergsteigerin. Heute vermerkt sie alle vierzehn bestiegene Achttausender Hauptgipfel. Mit der Besteigung des K2, des mit 8611 Metern zweithöchsten Berges der Erde, ist sie die erste Frau, die sämtliche Achttausendergipfel ohne Zuhilfenahme von Flaschensauerstoff und ohne Unterstützung von Hochträgern erreicht hat. Ihre Passion gilt jedoch nicht allein den hohen Bergen. Auch die Zusammenarbeit mit Menschen bewegt, berührt und beflügelt sie sehr. Innere Begeisterung, Hingabe, Dankbarkeit, ein achtsamer, respekt- und liebevoller Umgang mit der Natur und allen Wesen, sind die Grundpfeiler ihres Lebens. In Vorträgen und Seminaren gibt sie ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse weiter. So inspiriert sie seit vielen Jahren unzählige Menschen, aus verschiedensten Kulturen, Religionen und allen sozialen Schichten.
Keynote: Mit Freude führen
Trotz allem – Geistliche Quellen für Führung in Zeiten der Krise und Unsicherheit
Was heißt das angesichts von Krieg, Unsicherheit und gesellschaftlicher Anspannung? Abt Nikodemus Schnabel spricht aus einer Führungsrealität, die unmittelbarer kaum sein könnte: als Abt der Dormitio-Abtei in Jerusalem, mitten in den aktuellen Belastungen in Israel. Persönlich erzählt er von Verantwortung unter Druck, von Ohnmacht, Sorge und geistlicher Wachheit – und davon, wie Führung dennoch von Freude getragen sein kann. Im Zentrum stehen seine benediktinischen und geistlichen Quellen: das Gebet, die Psalmen, die Gemeinschaft, die Stabilitas und die Hoffnung. Die Keynote fragt, wie innere Freiheit wachsen kann, wenn äußere Sicherheiten schwinden, und wie eine Freude, die nicht oberflächlich ist, zu Klarheit, Menschlichkeit und tragfähiger Führung befähigt.
Nikodemus Schnabel OSB
geboren 1978 in Stuttgart, ist er Benediktiner der deutschsprachigen Dormitio-Abtei in Jerusalem. Nach Studien der katholischen Theologie in Fulda, Jerusalem, München, Münster und Wien trat er 2003 in die Abtei ein und lebt seither dort im Heiligen Land; 2013 wurde er zum Priester geweiht. Seit 2011 leitet er das Jerusalemer Institut der Görres-Gesellschaft. 2016 wurde er für 18 Monate zum Prior-Administrator der Dormitio-Abtei ernannt, im Februar 2023 wählte ihn die Gemeinschaft zum Abt; damit ist er der zweite aus den eigenen Reihen gewählte Abt der Dormitio. Als Liturgiewissenschaftler und Ostkirchenkundler ist er Delegierter des Dekans am Theologischen Studienjahr Jerusalem. Er steht der Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg in Jerusalem und dem Priorat Tabgha am See Gennesaret vor.
Keynote: Führen als Fürsorge
Leading Is Caring. What Leaders Can Learn From Living With People With Dementia
What can leaders learn from life with people experiencing dementia? Teun Toebes argues that dementia is not only a care issue, but a leadership challenge for society. The way we treat people in vulnerable situations reveals what truly guides our decisions: control or trust, efficiency or dignity, systems or relationships.
For leaders in business, church and the social sector, this keynote offers a powerful shift in perspective: leadership begins with how we see people. It means creating environments where vulnerability is acknowledged, dignity is protected, and belonging matters as much as performance. Drawing on his experience of living on a locked dementia ward for 3,5 years, Teun Toebes shows that caring leadership is not softer leadership, but more courageous, more human, and ultimately more future-ready.
Teun Toebes
is a humanitarian innovator with a mission to improve the quality of life for people with dementia worldwide. At 21, he decided to live in the closed ward of a nursing home for three and a half years, giving him first-hand experience of the need for a different perspective on dementia and a better way of living together. He now travels the world for the global movement Human Forever. His mission is to put quality of life at the centre and to show that dementia is not only a care problem, but a societal issue. His internationally award-winning film “Human Forever” premiered during a G20 summit, and his first bestseller, “The Housemates”, debuted at number 1. He has given more than a thousand talks and advises politicians, organizations and governments. His focus extends beyond dementia: he believes that looking differently leads to doing differently.